Untertage-Pipelinebau steht vor Milliarden-Herausforderung bis 2030
Untertage-Pipelinebau steht vor Milliarden-Herausforderung bis 2030
Über 120 Expertinnen und Experten trafen sich in diesem Jahr beim Branchenforum Untertage-Pipelinebau, um drängende Herausforderungen des Sektors zu diskutieren. Die Veranstaltung umfasste sechs Vortragsreihen sowie eine Fachmesse mit rund 450 Ausstellern, die neueste Lösungen für Leitungsnetze im Innen- und Außenbereich präsentierten. Führende Vertreter der Branche betonten den dringenden Modernisierungsbedarf, da alternde Netze zunehmend durch Klimawandel, Digitalisierung und geopolitische Spannungen gefährdet sind.
Eröffnet wurde das Forum mit einer Pressekonferenz, bei der Fachleute aktuelle Problemlagen skizzierten. Dr. Wolf Merkel unterstrich die Bedeutung verlässlicher Partnerschaften, um wachsenden physischen und cyberbasierten Bedrohungen für die Infrastruktur zu begegnen. Seit 2020 ist die Nutzung unterirdischer Pipelines in Deutschland – für Gas, Wasser und Fernwärme – um 15 bis 20 Prozent gestiegen, angetrieben durch Energieknappheit nach dem russischen Angriffskrieg gegen die Ukraine 2022. Dieser Wandel hat die Nachfrage nach Flüssiggas- (LNG) und Wasserstoffleitungen beschleunigt und gleichzeitig Schwachstellen in einem veralteten System offenbart: Über 30 Prozent der Netze sind älter als 50 Jahre.
Professorin Katharina Teuber wies darauf hin, dass rasante technologische Fortschritte, strengere Vorschriften und Extremwetter die Pipelineplanung grundlegend verändern. Die Flutkatastrophe im Ahrtal 2021, bei der über 500 Kilometer Leitungen beschädigt wurden, habe die Risiken des Klimawandels drastisch vor Augen geführt. Gleichzeitig kollidieren Digitalisierungsbestrebungen – etwa der Ausbau von Glasfasernetzen – mit der begrenzten Kapazität in überlasteten unterirdischen Leitungs korridoren.
Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der städtischen Wasserwirtschaft: Diskutiert wurden überlastete Kanalsysteme und die Sicherstellung der Wasserversorgung während Dürreperioden. Heiko Fastje beleuchtete die Zukunft der Gasnetze und betonte die Integration erneuerbarer Gase wie Wasserstoff und Biogas. Dr. Bernd Wagner hob die Rolle der Fernwärme bei der nachhaltigen Energiewende in Städten hervor und bezeichnete sie als Schlüssellösung zur Reduzierung von CO₂-Emissionen.
Mike Böge fasste die Ergebnisse des Forums zusammen und mahnte einen Ausgleich zwischen akutem Infrastrukturbedarf und langfristiger Resilienz an. Klimawandel-Anpassung und digitale Aufrüstung seien entscheidend, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten.
Die zentrale Botschaft der Veranstaltung: Deutschlands Pipelinenetze benötigen bis 2030 Investitionen in Höhe von 100 Milliarden Euro, um den modernen Anforderungen gerecht zu werden. Gefragt sind Lösungen für veraltete Infrastruktur, Klimarisiken und den Umstieg auf erneuerbare Energien. Branchenübergreifende Zusammenarbeit und Innovation seien unverzichtbar, um zukunftsfähige und zuverlässige Systeme zu schaffen.
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