Warkens Apothekenreform scheitert am Widerstand der Bundesländer – Vermittlungsausschuss muss entscheiden
Warkens Apothekenreform scheitert am Widerstand der Bundesländer – Vermittlungsausschuss muss entscheiden
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (CDU) sieht sich mit massivem Widerstand gegen ihre geplante Apothekenreform konfrontiert. Der Bundesrat, der die Interessen der 16 Bundesländer vertritt, stimmte am 30. Januar 2025 für 30 geforderte Änderungen und zwang den Gesetzentwurf damit in den Vermittlungsausschuss. Warkens Reaktion fiel nahezu ablehnend aus – sie wies die Einwände der Länder weitgehend zurück und gerät dadurch in Konflikt mit den Regierungschefs der Bundesländer sowie Teilen der eigenen Partei.
Der Streit eskalierte, als die Initiative des Bundesrates die Apothekenreform durch die Überweisung an den Vermittlungsausschuss verzögerte. Zu den zentralen Forderungen der Länder gehörten strengere Beschränkungen für Nicht-Apotheker, die Anteile an Apotheken halten – die Beteiligung soll auf 25 Prozent gedeckelt werden – sowie verbindliche Nähevorschriften, die neue Apotheken auf einen Mindestabstand von 500 Metern beschränken. Zudem pochten die Länder auf einen besseren Versorgungsauftrag im ländlichen Raum und schärfere Kontrollen für Versandapotheken.
Nordrhein-Westfalens Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) trieb zusätzliche Maßnahmen voran, etwa einen Versorgungszuschlag im Sozialgesetzbuch (SGB V). Trotz Warkens früherer Zusagen zur Zusammenarbeit verschärfte ihre pauschale Ablehnung der Länderforderungen die Spannungen. Kritiker warnen, sie könnte die Fehler ihres Vorgängers Karl Lauterbach (SPD) wiederholen, der ebenfalls in Konflikte mit den Ländern über Gesundheitsreformen geraten war.
Warken hatte sich zunächst als Vermittlerin inszeniert und sogar gemeinsam mit Laumann beim Deutschen Apothekertag für Einheit geworben. Doch die Länder haben nun deutlich gemacht, dass sie sich weiter widersetzen werden, sollte das Bundesgesundheitsministerium ihre Positionen ignorieren. Angesichts einer Welle unpopulärer, aber notwendiger Reformen droht der Machtkampf Warkens Glaubwürdigkeit zu untergraben.
Die Apothekenreform steht nun auf der Kippe: Der Vermittlungsausschuss soll einen Kompromiss aushandeln. Scheitern die Verhandlungen, könnte der Gesetzentwurf vollständig blockiert werden. Die unnachgiebige Haltung der Länder deutet darauf hin, dass Warken entweder nachgeben oder sich auf anhaltenden Widerstand von Ländern und Branchenvertretern einstellen muss.
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