Niedersachsens Betriebe verzweifelt: Jeder zweite Ausbildungsplatz bleibt leer
Jede fünfte Firma stellt Auszubildende ohne Schulabschluss ein - Niedersachsens Betriebe verzweifelt: Jeder zweite Ausbildungsplatz bleibt leer
Betriebe in Niedersachsen kämpfen mit der Besetzung von Ausbildungsplätzen
Fast die Hälfte der Unternehmen in Niedersachsen konnte im vergangenen Jahr nicht genug Auszubildende gewinnen. Der Mangel an geeigneten Bewerbern zwingt viele Betriebe dazu, ihre Einstellungskriterien zu senken oder ihre Ausbildungsprogramme auszubauen.
Über 80 Prozent der Firmen nannten den Mangel an qualifizierten Kandidaten als Hauptgrund für unbesetzte Stellen. Die Lage hat sich so zugespitzt, dass mittlerweile jedes fünfte Unternehmen auch Bewerber ohne Schulabschluss einstellt. Dennoch erhielten mehr als ein Viertel der Betriebe überhaupt keine Bewerbungen auf ihre Ausbildungsplätze.
Doch selbst wenn sich Kandidaten bewerben, fehlt es ihnen oft an grundlegenden Fähigkeiten. Vier von fünf Unternehmen beklagten Defizite in den sozialen Kompetenzen, während 57 Prozent Schwächen in Mathematik und Naturwissenschaften feststellten. Bei 54 Prozent der Auszubildenden beeinträchtigten Mängel in Sprache, Lesen und Schreiben ihre Arbeitsfähigkeit. Fast zwei Drittel der Arbeitgeber stellten zudem eine generelle Verschlechterung der Bewerbungsqualität fest.
Um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken, bieten bereits vier von fünf Betrieben Ausbildungsplätze an – jedes fünfte Unternehmen hat seine Kapazitäten im Vergleich zum Vorjahr sogar erhöht. Dennoch mussten über 75 Prozent der Firmen zusätzliche Schulungen anbieten, um die Auszubildenden auf das erforderliche Niveau zu bringen. Der Geschäftsführer von NiedersachsenMetall lehnte Forderungen nach einer Ausbildungsabgabe ab und betonte, dass die Unternehmen zwar bereit seien, auszubilden, aber schlicht nicht genug geeignete Bewerber fänden.
Zum Start des Schulhalbjahres 2025/2026 standen 1.262 Ausbildungsplätze zur Verfügung, doch nur 948 konnten besetzt werden. Die genauen Zahlen für 2023 bleiben unklar, doch der Trend deutet auf anhaltende Probleme in allen Branchen und Regionen hin.
Die Ausbildungsplatzkrise in Niedersachsen zeigt keine Anzeichen einer Besserung. Die Betriebe reagieren mit gesenkten Einstiegsvoraussetzungen und mehr Fördermaßnahmen. Doch weiterhin behindern Defizite in Kernkompetenzen – insbesondere in Sprache, Mathematik und sozialer Kompetenz – die Rekrutierung. Ohne Verbesserungen drohen den Unternehmen anhaltende Fachkräftelücken in zentralen Bereichen.
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